Schwerpunkte
Sexualtherapie
Sexualität ist zwar einerseits medial stereotyp sehr präsent, aber im Persönlichen oft noch immer sehr tabuisiert. Ich unterstütze Sie bei:
- sogenannten sexuellen Funktionsstörungen (wie Schmerzen beim Sex, Vaginismus, Problemen bei der Erregung oder dabei Orgasmen zu bekommen; vorzeitiger, verzögerter, ausbleibender Ejakulation; Erektionsproblemen)
- Lustlosigkeit
- der Suche nach der eigenen befriedigenden Form von Sexualität
- Fragen um nicht cis-hetero-normative Identitäts- und Begehrensdefinitionen
- innerem und äußerem Coming out
- Fragen der Trans:ition bei Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie
- Problemen mit der Sexualität als Folge von Traumatisierung (Vernachlässigung, körperliche und psychische Gewalt, sexualisierte Übergriffen, körperverändernde Operationen, traumatische Geburten u.a.)
Dabei fließen alle u.g. Therapieverfahren ein, es wird im Einzelkontakt oder in der jeweiligen Beziehungskonstellation, mit Gespräch und Körperübungen u.a. aus dem Sexocorporel (angezogen -ohne Anfassen!!) gearbeitet.
Paartherapie
Paartherapie ist keine Krankenkassenleistung, wenn es darum geht, die "Beziehung zu behandeln", zu stärken, zu kitten. Ist ein:e Partner*in psychisch erkrankt, kann Therapie im Paarsetting sinnvoll sein und auch von den Krankenkassen übernommen werden.
Sie können sich in beiden Fällen an mich wenden. Wir klären die Abrechnungsmodalität in einem Erstkontakt am Telefon.
Themen in der Paartherapie können u.a. sein:
- Aushandeln von Rollen, Zuständigkeiten und Perspektiven
- Ausstieg aus Vermächtnissen der Ursprungsfamilien der Partner*innen
- Regeln im Umgang mit Treue, Exklusivität oder konsensueller Nonmonogamie
- Umgang mit einer Außenbeziehung
- Verbesserung der Kommunikation
- Balancieren und Entwickeln von Autonomie und Bezogenheit
Gruppentherapie
In meinen Gruppen biete ich den Zusammenhalt und die Kraft der Gruppe an, um Menschen mit ähnlichen, stigmatisierenden Themen zusammen zu bringen. Leider gilt das nach wie vor für viele psychische Probleme. Besonders trifft es jedoch Menschen mit Merkmalen, die nicht zur Mehrheitsgesellschaft gehören – sogenannte Minderheiten, die strukturelle Ausgrenzung erfahren.
Mein Schwerpunkt liegt daher aktuell bei der Gruppentherapie im Angebot:
- für Menschen aus dem LGBTIAQ* Spektrum
- für Cis-Frauen in Sexualtherapie
LGBTQIA*friendly
Therapieverfahren
Systemische Therapie
In der systemischen Arbeitsweise werden Beschwerden, Probleme oder Symptome schwerpunktmäßig in ihrem sozialen Kontext (Familie, Freund*innen, Peergruppen, Arbeitsbeziehungen) betrachtet. Zudem wird die individuelle Biologie und Körperlichkeit- besser Verkörperung- beachtet, sowie Bedeutungsgebungen durch gesellschaftliche, zeitgeistige Rahmungen einbezogen.
Die Therapie orientiert sich an Aufträgen und Anliegen der Klient*innen und legt besonderen Wert auf eine respektvolle Arbeitsbeziehung auf Augenhöhe. Klient*innen werden als Expert*innen für Ihr Leben und Erleben und deren Beschreibungen (Narrative) gesehen, Therapeut:innen als Expert*innen für Anregung und Begleitung von Veränderungsprozessen. Hierzu gehören auch der würdigende Blick für den möglichen „Sinn von Symptomen“, das Balancieren zwischen Fokus auf Problemen einerseits und Ressourcen/ Kompetenzen andererseits.
Wo nötig, wird dabei auch ein Blick in die Biografie und hier besonders die Familiengeschichte(n) geworfen, um ein Verständnis für die Entwicklung von Beziehungsmustern oder Beziehungsdynamiken zu bekommen und sich auf dieser Basis neu auszurichten. Der Schwerpunkt der Therapie liegt allerdings eher im Heute und in der Zukunftsgestaltung.
Es sind in Abstimmung mit den Klient*innen verschiedene -auch wechselnde- Settings möglich: Mehrpersonen (u.a. Paare oder andere Beziehungsformen, Familien, Familiensubsysteme, relevante Peers), Einzeltherapie, Systemische Gruppentherapie mit Einzelnen.
Meine Zulassung ist auf Erwachsene beschränkt, so dass ich nur Familien begleiten kann, deren psychisch als krank beschriebenes Mitglied mindestens 18 Jahre alt ist.
Für mehr Informationen zur systemischen Therapie siehe auch: https://systemische-gesellschaft.de/systemischer-ansatz/was-ist-systemisch/
Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie fußt auf wissenschaftlichen Lerntheorien und geht davon aus, dass psychische Beschwerden das Ergebnis von bewussten und unbewussten Lernprozessen sind.
Lebenserfahrungen beeinflussen das Verhalten, Gedanken und Gefühle, damit Erlebens- und Bewertungsmuster, Einstellungen und Persönlichkeit. Ungünstige und belastenden Erfahrungen können so in psychischen Störungen Ausdruck finden. In der Therapie wird gemeinsam geforscht, welche Bedingungen in der Lebensgeschichte und der aktuellen Lebenssituation zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptomatik beitragen und beitrugen. Hierbei wird die Plausibilität und häufig die Sinnhaftigkeit der Symptome- als einer Bewältigungsstrategie in der Vergangenheit und manchmal auch der Gegenwart- gewürdigt.
Mit dieser Prämisse werden gemeinsam realistische Therapieziele und ein Behandlungsplan abgesprochen und in Veränderungsschritten in den Sitzungen sowie in Übungen zwischen den Sitzungen umgesetzt - Ihre aktive Mitarbeit ist also gefragt. Dabei ist die Leitidee „Hilfe zur Selbsthilfe“. Fähigkeiten und Stärken und bereits Gelungenes werden dabei stets nutzbar gemacht.
Klient*innen werden angeleitet aktiv Denken, Fühlen und Handeln zu verändern, z.B. mittels klassischen Verhaltensveränderungstechniken wie Konfrontation, Aktivitätenaufbau, Training sozialer Fertigkeiten, Entspannungsverfahren, aber auch durch Veränderung von Gedanken wie Grundüberzeugungen oder typischen Gedankenmustern. Zudem werden Methoden aus der sog. Dritten Welle der Verhaltenstherapie genutzt, wie die Entwicklung von radikaler Akzeptanz, die Arbeit an Werteorientierung, Achtsamkeitspraxis , Würdigung der biografisch entstandenen Schemata und deren Veränderung.
Für mehr Informationen zur Verhaltenstherapie siehe auch: https://www.verhaltenstherapie.de/verhaltenstherapie/was-ist-verhaltenstherapie